Die Unterstützung der Entwicklung von neuen, zeitgerechten bierähnlichen Getränken unter Berücksichtigung der Faktoren Gesundheit und Natürlichkeit.

Die Förderung der Biervielfalt und Einflussnahme auf die Gesetzgebung zur Wahrung von Biervielfalt und Bierkultur.

Die Wahrung und Förderung traditioneller, in Vergessenheit geratener, Biersorten als integrativer Bestandteil der österreichischen Kultur.

Die Förderung handwerklicher Braukunst

Veranstaltung Welser Messe 2018  

Bericht von der Welser Messe 2018, 6.-9.September
 
 
Die BierIG Österreich" ist eine Interessen-Gemeinschaft der Bier-Konsumenten.
Aber neben dem Konsum haben wir uns auch der Bier-Pflege verschrieben und möchten
Menschen das Thema in allen Facetten näherbringen.
 
2018 hatten wir die Gelegenheit, bei der Welser Messe an mehreren Tagen unseren Verein, verbunden mit Schaubrauen, darzustellen.
 
Halle 19 Stand 520 waren die Koordinaten, an dem wir uns positioniert haben.
50 m² beste Lage, eingerahmt von einem Hopfenvorhang, der uns auch 
als Rohstoffquelle dienen sollte. Nach dem Motto: „weniger ist mehr“ begannen sich die Messteams selbst zu formieren, über Whatsapp schnell eine Gruppe eingerichtet und los geht´s.

Nur ein Auszug daraus über die Teamzusammenstellung:
Andreas:
„Wir kommen am Samstag und brauen a feines IPA - danke nuamoi für die Möglichkeit!
Is de gruber anlage selbsterklärend?
Is de gepuzt wenn wir Samstagmorgen kommen?
Wenn net, soll ma uns putzzeig mitbringa od is da was vorort..
Wir san erst 5tage Mitglied bei eich, daher ham ma nur brew Garage tshirts ☠😉“

Antwort Martin Seidl:
Samstag kann euch monni t Shirts mitnehmen 🤗
Kübel wär nicht schlecht Anlage müsste sauber sein 😎
Also Start!

    

Unser Equipment:

  • Bierbänke
  • Kühlschränke
  • 2x Blade Zapfanlage
  • Gruber Brauanlage 50 l
  • Wasseranschluss
  • Bodenablauf
  • Strom
     

    
Und dazu ein Haufen Mitgebrachtes der einzelnen Personen, man weiß ja, SICHER IST SICHER, erst mal Auto vollladen, ob man es braucht wird sich dann weisen und LEIDENSCHAFT !
Rohstoffe: 50 kg Sack Pilsner und ein 10 kg Sack Pilsner Malz ungeschrotet am Stand.
Damit wurde dann jeden Tag improvisiert gearbeitet!
 

Zuerst mal die Grundversorgung sicherstellen: bereitgestelltes Bier soll ausgeschenkt werden. 
Also ran an die Zapfanlage, eine Blade mit 8 l KEG aus Kunststoff(Proprietäre Idee der Heineken Gruppe).
Ist eigentlich ein Kompressor mit Glaskuppel, optisch nett, kann aber nur mit Produkten dieser Firmengruppe genutzt werden.
Das finden wir als „unabhängige“ Konsumenten nicht so toll.
Dieses Blade zeigte sich an allen Tagen recht zickig, angefangen von der Befüllung, die selbst technisch versierte Personen vor Rätsel stellte,
bis dahin, dass während des Zapfens der Hahn nicht mehrt zu schließen ging. Wertvolles Bier musste so verschwendet werden, es ließ sich der Hahn nicht zumachen.
 
Dank der Mithilfe anderer Messeständler, konnte das Malz zumindest mal geschrotet werden, damit stand dem Brauen „fast“ nichts mehr im Weg.

Dachten wir, denn die geliehene Brauanlage befand sich leider in einem nicht so guten Zustand, sie war im sprichwörtlichen Sinne ein „Auslaufmodell“.
Also Wasser rein und losgemaischt 


Nachdem sich die Gruppe ans Brauen gemacht hat, gehen schon die Problemchen los.
Die Anlage rinnt,….egal, topf drunter und weiter,….
  


Dann doch irgendwie eine Reparatur, die damit endet, dass die Brauer Martin und Herbert eine Maischedusche bekommen, als sie versuchen Pumpe und Co. Zusammen zu stoppeln.
Nach entsprechender Grob-Reinigung ging es dann weiter, ziemlich klebrige Angelegenheit, hat aber allen Spaß gemacht.
    


Am Messestand tauchen natürlich viele Interessierte auf, die nicht nur die Neugier, sondern auch den Durst gestillt haben. 

Der Tag brachte viel Spaß mit den Braukollegen, es zeigten sich sehr interessierte Besucher bei uns am Stand die mehr sehen wollten, wir werden also nächstes Mal auch Infotafeln und Anschauungsmaterial auf den Stand mitnehmen.
Alle Besucher hatten den Wunsch Craftbier zu probieren, leider konnten wir hier an den ersten 3 Tagen nichts anbieten, die Vorbereitungszeit war  zu kurz, das zu organisieren.
Nächstes Mal wird auch hierfür eine Lösung gefunden, am Sonntag hatten die Besucher Glück und konnten „Selbstgebrautes“ verkosten.
 
Herbert zieht dann folgendes Fazit:
„Ein sehr kreatives Brauen wie im Dschungelcamp nur mehr Livezuseher und ich freue mich schon auf eine sicherlich deutlich besser organisierte Wiederholung, um dem Publikum die Faszination der Sache näher zu bringen 👍“

Feierabend:
  

Das Team vom Samstag machte dieselben Erfahrungen. Unser Highlight war sicher, dass wir uns ein nettes Madl (Anna) suchten, die die Hofengabe vornahm. Da ist selbst ein gestandener Brauer (Manfred) etwas nervös geworden. 

  

Nach einem langen Tag wurde dann der Sud in ein Aquarium gepumpt, damit an den anderen Tagen die Besucher auch eine Vergärung „live“ geboten bekommen.
  

Danach des Brauers liebste Arbeit: putzen, putzen, putzen.


Grundsätzlich war es eine supertolle Gelegenheit, bei einer so großen Veranstaltung „Schaubrauen“ zu dürfen. Zur Verbesserung der Planung und Organisation hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die das ausarbeiten wird. Wir wären gerne wieder dabei!

Bilder Brauprozess Impressionen:
Maischen:
  

Kochen:

Pumpen / Kühlen:

   

Ausschlagen:

Gären: